Willkommen bei Ordo Teutonicus
Ja wir leben noch oder Ordo Teutonicus am Ritterfest auf Burg Clam
Geschrieben von: Achim von Arnberg Mittwoch, 30. November 2011 13:10
Ein Bericht von Hartwig von Hercindorf
Auf Grund stark verminderter Präsenz auf den vielen Mittelalterfesten Österreichs, bedingt durch berufliche und private Zeiteinschränkungen diverser Mitglieder (Stress in der Arbeit, Umzüge sowie krankheitsbedingt) ging in der Szene schon das Gerücht um, Ordo Teutonicus hätten sich aufgelöst.
Da kam das Engagement für das Ritterfest auf der Burg Clam zum Saisonausklang gerade noch rechtzeitig, um solchen Gerüchten entgegen zu wirken!
Zur Geschichte der Burg Clam: Burg Clam liegt im unteren Mühlviertel in Oberösterreich und wurde urkundlich erstmals 1149 erwähnt. Sie besteht aus dem hochmitterlalterlichen Palas und Bergfried, sowie weiteren Anbauten aus der Gotik und der Renaissance. Sie befindet sich heute im Besitz des Adelsgeschlecht Clam-Martinic, die heute noch die Burg bewohnen. Bekannt ist die Burg Clam auch durch diverse Opern-Air-Konzerte, die jeweils im Sommer am Fuß der Burg stattfinden. U.a. traten dort schon internationale Popstars wie Pink oder Billy Idol auf.
Geplant waren für den Auftritt auf der Burg Clam u.a. der Auftritt von Ordensmitglied Achim aka Bischof Konrad von Marburg voll gerüstet und hoch zu Ross bei der Festeröffnung, eine Waffen- und Rüstungsschau in der Felsenhalle der Burg sowie zwei Schaukampfauftritte während der Festtage. Leider schlug auch hier das Schicksal unbarmherzig zu: Ross und Reiter fielen beide während des festes krankheitsbedingt aus! Unser Obmann lag auf Grund einer Verletzung im Spital und das wackere Schlachtross Viggo litt an einer Augeninfektion, die seinen Einsatz unmöglich machte!
So brach am Freitag dem 14. Oktober ein Rumpfteam bestehend aus Robert alias Rashid, dem Vereins-Sarazene, Tochter Rebecca und meiner Wenigkeit von Wien nach Clam in Oberösterreich auf.
Nach einer gut zweistündigen Autofahrt kamen wir abends kurz vor Sonnenuntergang auf der Burg Clam an, wo wir von Festorganisator und Huscarl-Herausgeber Florian Machl empfangen wurden.
Untergebracht waren wir in der sogenannten Felsenhalle der Burg, wo wir auch unsere Ausrüstung und uns selbst präsentieren sollten. Unser Einsatz wurde unterstützt von unseren lieben und uns sehr teuren Freunden von der Bruderschaft der Ordensritter, einem Hochmittelalter-Verein aus Niederösterreich sowie dem Linzer Verein Gladii Uniti.
Die Felsenhalle der Burg diente uns sowohl als Schlafraum sowie als Schauraum. Leider Gottes befindet sich die Felsenhalle auf der Nordseite der Burg und Oktobernächte im Mühlviertel sind kalt! Ein kalter Wind sowie die zugige Tür der Felsenhalle ließ uns daher kaum zu Schlaf kommen.
Trotz alledem bereiteten wir uns am nächsten Tag gewissenhaft auf den ersten Festtag vor.
Um Punkt zehn Uhr wurden die Pforten auf Burg Clam geöffnet und die Besucher musikalisch von von den Schandgesellen begrüßt.
Während draußen im großen Burghof die Schandgesellen spielten sowie die verschiedensten Händler versuchten ihre Ware an den Mann zu bringen, standen wir Teutonen zur gleichen Zeit vereint mit der Bruderschaft der Ordensritter sowie den Mannen von Gladii Uniti voll gerüstet und gewandet in der Felsenhalle, wo wir dem neugierigen Publikum unsere Waffen und Ausrüstung zur Schau stellten und erläuterten .
Im Anschluss daran fanden wir wir uns zu Mittag im großen Burghof für unsere Schaukampfaufführung ein: Leider stand uns nur ein ca. sechs mal sechs Meter großes Areal für den Schaukampf zur Verfügung, dass durch ein Seil sowie 4 rostige alte Fahrradständer, die aus dem Burgfundus stammten, abgesperrt war. Dadurch war es für uns auf diesem beengten Raum fast unmöglich eine kleine Massenschlacht dar zu stellen, die damit endete ,dass der Sarazene mit Schwert zum Christentum bekehrt werden sollte. Entsprechend verhalten auch die Reaktion des Publikums. So zogen wir uns nach erfolgte Auftritt wieder zurück in die Felsenhalle, um die Waffenschau weiter vor zu führen. Unser nächster Schaukampfauftritt fand dann am späten Nachmittag statt. Diesmal verzichteten wir auf eine inszenierte Massenschlacht, sondern boten dem Publikum Einzelkämpfe mit Schwert und Schild dar, die dann dementsprechend besser aufgenommen wurden, als unsere Performance zu Mittag.
Mir wurde noch im Anschluss an den nachmittäglichen Schaukampf die Ehre zu Teil als Security für den Auftritt der bayrischen Glaskugel-Jongleurin Kerry Balder zu fungieren.
Bis zum Abend verbrachte wir den Rest des Festtages in der Felsenhalle bei unserer Rüstungsschau.
Der erste Festtag wurde dann abends mit der große Feuershow von Torxes und Pixel beendet.
Der zweite Festtag begann wieder mit unserer Waffen- und Rüstungsshow , gefolgt von einem Ritterschlag, den der Graf von Clam-Martinic persönlich an seinem Knappen vornahm, einem jungen Mann, der auf der Burg Clam als Ritterdarsteller fungiert. Sämtliche Ritterdarsteller waren bei diesem Ritterschlag als Ehrengarde anwesend. Höhepunkt dieses Ritterschlages war der Fassanstich durch den örtlichen Bürgermeister.
Im Anschluss daran fand unser erster Schaukampf des Tages statt. Und diesmal hatten wir auch ein Konzept für das gegenseitige Dögeln mit Schwert und Schild, nämlich der Kampf um das Fass Bier. Martialische Kämpfe mit Schwert und Schild zwischen den verschieden Ritterorden um den letzten Schluck Bier wurden vom anwesenden Publikum mit frenetischem Applaus und wohlwollendem Gelächter honoriert.
Bedauersnwerterweise schlug wieder einmal das Schicksal zu: unser Vereinsmitglied Giuseppe musste gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin das Fest vorzeitig verlassen, wegen der schweren Erkrankung eines nahen Verwandten.
So waren wir für unseren letzten Schaukampf wieder um ein streitbares Mitglied ärmer! Hatte ich die bisherigen Schaukämpfe nur moderiert bzw. mit blöden und hoffentlich humorvollen Kommentaren begleitet, stürzte ich mich diesmal auch ins Schlachtgetümmel! Der letzte Schaukampf des Tages wurde mit großer Leidenschaft und Intensität durchgeführt. So großer Intensität., dass Philipp von den Gladii Uniti eine Daumenquetschung erlitt und dann ins Linzer Unfallkrankenhaus fahren musste.
Das Fest neigte sich dem Ende zu und wurde mit der Verabschiedung sämtlicher Darsteller, Händler und Musiker durch den Marktherold beschlossen. Erschöpft aber zufrieden mit unserer Leistung begaben wir uns in die Felsenhalle, um unsere Siebensachen zu packen und uns von unseren Freunden von der Bruderschaft der Ordensritter sowie den Gladii Uniti zu verabschieden.
Auf diesem Wege möchte ich es nachholen mich im Namen von Ordo Teutonicus bei den oben genannten Vereinen für ihre Unterstützung und Hilfe zu bedanken! Und gute Besserung an Philipp und seinen Daumen!
Leider schlug nach Abschluss des Festes wiederum das Schicksalsteufelchen zu. Und zwar in Gestalt einer Autopanne! Kurz nach der Abfahrt von Burg Clam und in freudiger Erwartung der Ankunft in Wien, kam es in meinem alten Suzuki Swift, der mich bisher zehn Jahre treu und zuverlässig zu den verschiedensten Mittelalterfesten Österreichs geführt hatte, zu einem Kupplungsbrand. Und so mussten Robert, Rebecca sowie meine Wenigkeit auf den herbeigerufenen Abschleppdienst warten, der uns noch freundlicherweise zum Bahnhof nach Amstetten brachte. Schlussendlich kamen wir nach einer gut einstündigen Zugfahrt in einem völlig überfüllten Zug spätabends müde und erschöpft in Wien an.
Fazit: Schaukampf dieser Tage macht nicht reich und ich musste mein neues Auto aus eigener Tasche bezahlen! ;-)
Ja, es gibt uns noch!
Geschrieben von: Achim von Arnberg Montag, 18. April 2011 12:16
Da viele Gerüchte im Umlauf sind, daß wir uns angeblich aufgelöst haben, möchte ich an dieser Stelle betonen, daß es uns nach wie vor als Verein gibt und wir dem deutschen Orden treu bleiben 
Wie in jedem Verein und jeder Gruppe gibt es auch bei uns einen ständigen Zu- und Ablauf von Mitgliedern, was jedoch nichts mit unseren Auftritten und Engagements zu tun hat.
Unsere nächsten Auftritte werden in Kürze hier veröffentlicht.
Bis dahin: adiuvare, curare, arcere!
Fotos Dürnkrut 2010
Geschrieben von: Achim von Arnberg Dienstag, 24. August 2010 21:33
Die Fotos von Dürnkrut 2010 sind jetzt online.
Alles Fotos mit freundlicher Genehmigung von Florian Machl, huscarl.at 
Bericht Dürnkrut 2010
Geschrieben von: Achim von Arnberg Montag, 16. August 2010 11:10
Vorweg muß man sagen, daß wir, wider unseres normalen Glücks diesmal ein Prachtwetter hatten. Aufbau im Trockenen und Abbau im Trockenen, lediglich die Nächte waren naß und teilweise taghell 
Von der Qualität der Händler her, war das Fest, naja, sagen wir mal mittlerer Durchschnitt, dies wurde aber durch qualitativ hochwertige Lagergruppen, Gaukler, Musiker und andere Schausteller mehr als wettgemacht.
Schließlich und endlich waren wir selbst ja nicht auf Einkaufstour sondern um uns fürchterlich auf die Helme zu dreschen 
Die Feldschlacht, nach historischem Vorbild der Schlacht von 1278 am Marchfeld geführt, war einwandfrei organisiert und durchdacht, was man Oger und seinen Männern und Damen von Prima Nochte zu verdanken hat.
Die Schlachten fanden an beiden Tagen unter mehr oder weniger idealen Wetterbedingungen statt, lediglich die Hitze drückte etwas auf den Kampfeswillen, doch glücklicherweise gab es reichlich Wasserträger.
Besonders hervorzuheben ist hier der Einsatz aller beteiligten Kämpfer unter welchen sich sogar Verbündete aus Polen, Tschechien und der Slowakei befanden. Litauer, Russen und Ukrainer hatten leider kurzfristig abgesagt, dennoch kam man auf ca. 130 Schlachtbeteiligte.
Die eingesetzte Reiterei jedoch war meines Erachtens unterste Schublade. Doch auf dies hatten die Kommandeure der Fußtruppen leider keinen Einfluß.
Hört man von Stuntreitern, geht man hier von einer gewissen Professionalität aus, die abgesehen vom reiterlichen Können, nicht vorhanden war.
Wappenlappen, Kartonhelme mit bunten Federn, Jeans, Bikerboots, Militär-Koppelgürtel und Armbanduhren, was soll man dazu noch mehr sagen.
Das Reiterspektakel schien nur minder einstudiert und mehr oder weniger g´schwind und planlos zusammengezimmert.
Wie manch Reiter mit seinem Pferd umging tat mir, selbst Reiter, weh und grenzte schon fast an Tierquälerei, bleibt nur zu hoffen, daß diese Gruppe bei einer Wiederholung der Schlacht nicht mehr engagiert wird.
Die Scharmützel der Fußtruppen verliefen hier weit professioneller und publikumswirksamer und man konnte jedem einzelnen Beteiligten ansehen, daß er voll und ganz auf seine Kosten kam und das Publikum hervorragend unterhalten wurde.
In allen vier Schlachtgängen an beiden Tagen, gab es quasi keine Verletzten, es wurde lediglich ein blaues Auge durch einen verirrten Panzerhandschuh (in welchem noch der Träger steckte) registriert
und das, obwohl es sich auf dem Schlachtfeld anhörte wie bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn...
Schlußwort: Hervorragend geführte Freischlachten, bei welchen man jedoch auf die Reiterei verzichten hätte können.
Zwei Schlachten pro Tagen zu je 40 Minuten liegen jedoch schon hart an der Grenze der Energiereserven der Beteiligten und den zusätzlichen Umzug hätte man den Kämpfern zumindest ersparen können.
Wobei sich mir die Frage stellt, ob Umzüge überhaupt nötig sind, aber das wäre eine andere Geschichte...
Ein Wehrmutstropfen ist hier auch noch zu erwähnen: In der Schlacht mußten viele SpäMi-Darsteller herhalten, da es unter den österreichischen HoMi-Gruppen außerhalb der Milites-Kampfgruppe (und derer gibt es doch einige) scheinbar nur wenig Kampf-Interessierte gibt oder zumindest solche, die zwar große Töne spucken und sich dann still und heimlich zurückziehen.
Dürnkrut 2010, 14. und 15. August
Geschrieben von: Achim von Arnberg Freitag, 06. August 2010 07:13
Nächste Woche findet ihr uns auf der Feldschlacht in Dürnkrut und zwar am 14. und 15. August.
Gäste sind natürlich gern gesehen.
Es wird die Schlacht zwischen Rudolf von Habsburg und Ottokar von Böhmen nachgestellt und es werde viele Reenactor-Kollegen aus Litauen, Polen, Ukraine usw. erwartet 
Neues Fotos online
Geschrieben von: Achim von Arnberg Sontag, 27. Juni 2010 14:26
Neues Fotos sind online und zwar von der Araburg April 2010, Graz Mai 2010 und Burg Lockenhaus Juni 2010.
Viel Spaß beim ansehen 
Neue Fotos Online
Geschrieben von: Administrator Montag, 19. April 2010 20:44
Drei neue Alben stehen online!
Mittelalterausritt März 2010, Milites-Training März 2010, MA-Fest Langenzersdorf April 2010
Ausreiten in historischer (Aus)Rüstung
Geschrieben von: Achim von Arnberg Mittwoch, 31. März 2010 11:04
Ich freue mich, bekannt geben zu dürfen, daß wir zukünftig in der Lage sind, geführte Ritte in mittelaterlicher (Aus)Rüstung durchzuführen.
Das Ganze findet immer in Zusammenarbeit mit dem Reiterhof MAHO in St. Aegy/Neuwalde, NÖ, statt, von welchem bis zu 8 Pferde zur Verfügung gestellt werden können.
Auch Nichtreiter sind herzlich willkommen, da auch Ausritte im Schritt möglich sind.
Ausrüstung ist natürlich selbst mitzubringen, in Zukunft können wir aber möglicherweise das eine oder andere Teil zur Verfügung stellen.
Die Ausritte kosten pro Person und Stunde € 15.-
Bei Intereresse bitte über die Kontaktmail der HP melden.
Linienkampftraining am 21.03. in St. Pölten
Geschrieben von: Achim von Arnberg Donnerstag, 18. Februar 2010 09:01
Am 21.03. findet wieder ein Linienkampftraining, diesmal mit Thema hochmittelalterliche Kampfstile- und taktiken in St. Pölten statt.
Genaue Örtlichkeit ist die Jahnturnhalle, in der Jahnstraße 15, Beginn 10.00 Uhr, Ende ca. 15.00 Uhr.
Instruktoren werden diesmal Wilhelm von Baumgarten und Grimbert Speismeister (beide Prima Nocte) sowie Heinrich von Wolfenreuth (Canis Sanguis) sein.
Das Training / der Kurs ist kostenlos!
Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen. Alle sind willkommen! 
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