Bericht Burg Lockenhaus Juni 2009

 

v. links - Sturmfalken, Ordo Teutonicus, Armati Domini, Bruderschaft der Ordensritter, Prima Nocte
 

Im Schatten (mehr oder weniger Schatten) einer vollständig erhaltenen Burg aus den Kreuzzugszeiten zu lagern hat schon was Besonderes.

Das Ganze dann noch mit zwei sonnigen Tagen garniert, Herz was willst du mehr!

Das Fest auf der Lockenhaus war, in Anbetracht der widrigen Umstände, erstklassig durch Prima Nocte organisiert. Von der Verpflegung bis hin zu den Lagerplätzen und den eingeladenen Gruppen war einfach alles stimmig.

Mit einer noch nie dagewesenen Gruppenstärken von gleichzeitig 12 anwesenden Mitgliedern unserer Truppe konnten wir ein imposantes Lager inkl. Lagerleben auf die Beine stellen.

4 Zelte, viele Sitzgelegenheiten, eine eigene Kochstelle und Daniel, Kathi und Patrick (der Erste Winken) als Lagerkoch-Mannschaft verstärkten das Ambiente noch mehr.

Daniel bekochte uns wieder mit Köstlichkeiten wie etwa Wildgulasch und Wiener Eintopf (sehr "A" fand ich die Äpfel als Ersatz für Erdäpfel, die es ja bekanntlich im 13. Jhdt. bei uns noch nicht gab).

Was mich persönlich sehr freut, ist, daß unsere Mitlglieder mittlerweile eine Eigendynamik hinsichtlich historisch (halbwegs) korrekter Darstellung entwickeln.

Die Besucher waren durchaus angetan von unserer Darstellung, wobei mich gewundert hat, daß bei weitem nicht so viele Fragen gestellt wurden wie auf anderen Festen.

Als besonder imposant, auch für das Publikum, erwies sich der Heerzug um die Burg mit ca. 40 - 50 gerüsteten Darstellern. Es macht schon etwas her wenn schwer gerüstete mit lautem Getrampel marschieren, gefolgt von obligatorischen "Deus Lovult"-Schreien.

Daß es in unserem Lager gemütlich zuging, zeigte sich durch zahlreiche Besucher anderer Gruppen, wie etwa die Armatis, Prima Nocte und die Damen von Alta Amicata (mit welchen ich mich gerne unterhalten hätte, aber irgendwie zuviel Respekt hatte um sie einfach so anzusprechen Lächeln)

Besonders gefreut hat mich auch, daß uns Berengar von Drachengold und seine Frau Marianne besucht haben. Auf dem Weg wünsch ich dir nochmal gute Besserung Reini (nicht ganzn ohne Hintergedanken Winken)

Natürlich gibt es auch so manche Anekdote zu erzählen, wie etwa von den Wochenend-Templern, welche im ersten Burghof saßen, gemütlich ihr Bier schlürften und eine absolute Ambiente-Stimmung mit verchromten Kettenhemden, Jeans und Sportschuhen verbreiteten.

Wir erscheinen auf der Bildfläche, da wir ja unsere Freunde von Prima Nocte immer wieder mal im oberen Burghof besucht haben, und zwar in voller Rüstung und wie es sich gehört, mit allen dazu gehörigen Ordensinisginien.

Beim Vorbeigehen hör ich dann rechts hinter mir halbgedämpft: "Schau´s da aun, de Möchtegern-Templer"

Liebe Herren solltet ihr das lesen, nur zur Info: Templer trugen rote Kreuze auf der Brust, ganz im Gegensatz zu den schwarzen Kreuzen des deutschen Ordens.

Solltet ihr also unter starker Farbblindheit leiden, so würde ich raten, einen Optiker eures Vertrauens aufzusuchen, weniger zu trinken oder mehr Karotten zu essen Winken

Abschliessend kann ich nur sagen: Ein tolles Fest! Tolle Gruppen! Weiter so Prima Nocte! Und sollts 2010 wieder stattfinden sind wir gerne wieder mit dabei!